Montag, 14. September 2015

der letzte tag

komme endlich dazu, auch noch vom letzten tag zu berichten...der vollständigkeit halber ;-)

zuerst war wieder stunde auf champi. der war sehr sehr müde von diesen ganzen trainings, sodass er nicht mehr wirklich vorwärts gehen mochte. wir haben uns nochmal mit den seitengängen beschäftigt und auch das travers nun mit ihm einmal intensiver angeschaut. so ritt ich ganze bahn, paar schritte schulterherein, ein paar traver, dann nach ein paar schritten schulterherein eine volte im schulterherein, und diese biegung dann direkt ausnutzen und ins travers übergehen, sobald wir wieder an der wand angekommen sind. schulterherein machte er gar nicht mal so schlecht, travers ging dafür nicht so gut. er kennt es einfach noch zu wenig. dafür schwingte er wunderbar mit!!

wir haben dann auf der diagonalen noch ein travers bzwm traversale angeschaut, was wesentlich besser ging als eines geradeaus! lustiger kleiner kerl...auch ein zwei galöppchen lagen noch drin, aber man merkte, wie müde er war, er mochte noch nicht einmal bocken, haha..

danach hatte ich noch stunde mit vinceya, die einfach was total anderes ist als champi. sie ist wie eine schlange, sehr instabil, und mogelt sich durch ihre überbeweglichkeit jeweils etwas aus der arbeit heraus. bei ihr muss mab viel mit dem regulation reign arbeiten. d.h., man darf sie nicht nur im hals biegen lassen. so macht man sie mit dem äusseren zügel wieder etwas gerade, biegt sie korrekt im ganzen körper um seinen oberschenkel, und kann dann weitermachen wie zB schulterherein oder was sie dann auch immer braucht. wenn sie sich nur im hals biegt, fliegt sie einfach mit der äusseren schulter davon

wir sind viel getrabt, da muss man sie aktiv vorschicken, weil sie sich am liebsten nur versammelt. von allen pferden von hanna ist sie mit abstand die schwungvollste, und so sattellos gar nicht einfach zu sitzen! hanna liess mich auch noch galoppieren, das war cool aber sehr anstrengend. durch ihre überbeweglichkeit hat man ständig das gefühl, bald runterzurutschen. bei ihr geht es effektiv darum, sie schön stabil zu arbeiten. zudem bringt sie die kruppe stark hinein, sodass man immer leicht im schulterherein sein möchte. bei ihr arbeitet man auch viel im inneren sitz am schulterherein, und am äusseren sitz im travers, eben wegen der stabilität und der korrekten biegung durch den ganzen körper.

ich habe für mich gemerkt, dass es mir mehr liegt, ein eher steifes pferd locker und geschmeidig zu machen, als ein überbewegliches pferd zu stabilisieren.

Mittwoch, 9. September 2015

macho und champi

heute hatte ich wieder stunde mit macho. er ist so toll...da er sich sehr gut in die hand dehnt und lieber unter dem reiter etwas wegläuft, musste ich die zügel relativ kurz nehmen und setzen setzen setzen...wir haben am schluschritt, piaffe und schulgalopp gearbeitet. ich musste hierbei immer wieder daran denken, wie auf einem "laufband" zu gehen, und nicht so mitzuschwingen mit dem becken, was nach den letzten tagen gar nicht mehr so einfach ist! macho tut sich sehr schwer damit, die hinterhand etwas zu senken. ich muss daher aufpassen, selber kein hohlkreuz zu machen, sondern das kreuz zu entspannen, hintern unter mich, und mit dem brustkorb entspannt etwas gegen unten bleiben (nicht vom pferd wegheben).

in der piaffe hilft es, den schwung des beines auszunutzen und den schenkel gegen den bauch schwingen zu lassen, sodass die fersen abwechslungsweise das pferd berühren (quasi sporenersatz), sodass er die bauchmuskeln auch braucht und sich besser setzt. zudem kann man mit der gerte oben an der hinterhand antippen, um ihm dort zu sagen, dass er die hh senken soll.

man spürt sofort, wenn er hinten nicht arbeitet, er wird dann extrem schwer in der hand, trotzdem er so leichtrittig ist.

er driftet gerne über die äussere schulter weg, weswegen wir schulschritt piaffe und schulgalopp leicht mit schulterherein und renvers versuchten, um die schulter reinzukriegen. macho zu reiten macht unendlich viel spass und ich danke dem rentner, dass er mir so hilft.

am nachmittag sind wir mit champi megara und mona zum see. hanna liess mich dann mit champi auf der wiese kreise reiten in allen gangarten. champi ist wahnsinnig viel leichtrittiger geworden über die tage und ich bin mächtig stolz auf ihn! der schwung ist nun immer öfters da und ich brauche meine oberschenkel deutlich weniger stark. auch die seitengänge kommen deutlich leichter.

am schluss sind wir noch um den see geritten, wo ich champi mehrheitlich traben oder galoppieren liess. er war so leicht, und der trab richtig weich und leichtfüssig. ganz tolles gefühl, einfach auch die freiheit von langen zügeln und sattellos. dieses indianerfeeling ist unaustauschbar gut und genau so will ich irgendwann einmal mit meinem pferd durch die wälder streifen... 😍

Dienstag, 8. September 2015

die letzten tage..

samstag war pferdefrei, und sonntag gabs einen gemütlichen ausritt mit den stuten.

gestern dann hatte ich zuerst etwas stunde auf indiu, dem PRE hengst von hanna. war sehr spannend, wieder das mit dem schwinven zu spüren. indiu ist sehr weich zu reiten, was es umso schwieriger lassen wird, zu spüren, ob er richtig mitschwingt oder nicht. er ist ein schlangenpferd und trickselt einem ziemlich gut aus! auf ihm ist es zudem besonders schwierig, dass er den weg in die hand sucht. deswegen immer guet biegen am sitz, etwas treiben, leicht schulterherein oder travers, je nach dem was er benötigt, und stellung sowie aussen regulieren nicht vergessen.

am nachmittag sind wir dann mit 2 stuten und champi ausgeritten. das war krass! ich ohne sattel, wir über stock und stein getrabt und galoppiert, durch sanddünen, über unwegsames gelände usw usw! ich musste mich echt anstrengen da oben zu bleiben haha 😂! champi war total motiviert und fand es endsgeil, so durch das gelände zu höpperln. ein zwei bocksprünge lagen natürlich auch drin;)

irgendwo fanden wir dann ein plätzchen mit etwas sand, wo champi und ich dann das carré mit travers und schulterherein übten. wenn ich mich zurückerinnere, wie das beim ersten mal aussah...wahnsinn. wir haben unglaubliche fortschritte gemacht über die paar wochen! es ging richtig richtig gut, er hörte super auf den step down und wusste dann, was von ihm erwartet wird.

diese motivation vom gelände liess sich dann heute enorm spüren. wir waren wieder in der halle und noch nie lief es so super für uns! er ging gut vorwärts, das carré funktionierte einwandfrei, sogar mit seitengängen. und das im schritt! seiner nicht so bevorzugten gangart! so gut, dass ich versuchte, das schulterherein einfach gerade weiterzumachen, sozusagen das carré erweitern. champi hat das einfach nur super gemacht, ich bin richtig happy und stolz auf uns beide. das schwingen klappt auch immer besser zusammen. nur schon, dass ich überhaupt ein schulterherein zustande bringe auf ihm, ist ein riesen ding für mich. hanna meinte, wir beide haben grosse fortschritte gemacht.

zum schluss versuchten wir uns noch am galopp in der halle, was er zu anfang ja gar nicht konnte. und wir schafften auch das! ich hätt den kleinen knutschen können!

am nachmittag hatte ich dann reitstunde mit mona, was wieder was ganz anderes war. sie schwingt nicht so gut wie champi, und im trab lässt sie fürchterlich den rücken hängen und geht über dem zügel, was so sattellos gar nicht lustig ist. und sie hat die nervige angewohnheit, jedes mal sofort abrupt stehen zu bleiben, wenn man sie lobt. wir haben viel mit renvers gearbeitet, weil schulterherein noch sehr schwierig für mich ist, sie aber unbedingt lernen muss, die äussere schulter rein zu bringen, da sie sonst darüber hinweg läuft. das ging nicht schlecht. zum schluss haben wir es dann auch noch geschafft, eins zwei schöne schritte zu reiten, ohne dass der rücken komplett weg ist.

tolle zwei tage!!

Freitag, 4. September 2015

champi und vinceya

am morgen hatte ich wieder zuerst reitstunde mit champi.

wir sind raus aufs stoppelfeld, weil ihm das offensichtlich mehr spass macht als in der halle. anfangs war er sehr abgelenkt von den schafen nebenan, und auch nicht so gehfreudig. ich habe versucht, mit ihm etwas auf dem carré zu arbeiten, und ihn so geradeaus gebogen gehen zu lassen, was vor allem rechts herum sehr sehr schwierig ist, wegen seiner rechten schulter. dadurch, dass er zudem noch sehr abgelenkt war, liess er sich kaum stellen/biegen.

also musste er traben. dort klappte es schon viel besser, und ich spürte da auch richtig, wann ich innen nach unten schwingen musste. hanna liess und dann viele richtingswechsel reiten, damit ich auch lerne zu spüren, wie ich einen fliessenden übergang ins schwingen auf der anderen seite hinkriege. das fiel mir recht einfach, aber auch nur, weil ich nicht ans zügel wechseln denken musste. das kombiniert wär zu schwierig.

zum schluss haben wir auch den galopp dazugenommen, den er mit freude mitmachte. vor allem am ende, als wir ans andere ende des feldes ritten und dann einen galopp gerade aus nach hause nahmen, war er voll bei der sache und galoppierte richtig durch! das gefühl war einfach befreiend! und ich ohne sattel ;-) bin so stolz auf den kleinen, dass er das mitmachte. und sogar ohne bocken ;-P

am nachmittag hatte ich dann stunde mit vinceya, mit sattel. wir waren vorwiegend auf dem carré im schritt und trab, mit seitengängen. bei ihr war es sehr schwierig, sie nicht zu überbiegen, sondern die vh schön vor der hh zu behalten und den hals vor der schulter. bei ihr arbeitet man viel mit den cavecon zügeln, innen stellung, aussen regulierung.

hanna zeigte mir dann noch, wie ich travers besser sitze: fussknöchel etwas weiter weg vom pferd bringen. bringt den oberschenkel automatisch näher ans pferd und lässt die hüfte korrekt liegen.

mit ihr ist vor allem das carré so einfach, weil sie so unglaublich gut auf den step im steigbügel reagiert.

sie zeigt mir ganz gut, wann ich aufhöre mitzuschwingen, denn sie ist eine masterin im versammeln. schwingst du nicht mit, versammelt sie sofort und wird elends langsam. gerade im trab ist es besonders wichtig, da mitzuschwingen. und auch im travers, wo man oft vergisst, immernoch innen runter zu schwingen. da wird sie sonst gleich steif und fällt auf eine schulter.

ich bekam auf ihr so richtig das gefühl, wann im travers die schultern noch mit dabei sind und wann nicht.

zum schluss sind wir auch noch galoppiert, während ich auch da leicht versucht habe, das carré in den seitengängen zu reiten, was für den anfang nicht schlecht klappte. der galopp hat zudem ihren trab verbessert.

und als abschluss liess hanna mich auf ihr noch die piaffe spüren. ich bin immer wieder fasziniert, wie toll sich das anfühlt.

Donnerstag, 3. September 2015

champi und macho

wow, gestern hatte ich den ritt meines lebens! ich durfte macho reiten, hannas bestausgebildetes pferd momentan. es war sooooooo obergenial!!! das pferd macht alles! und das nur aus dem bauch raus geritten! wir haben piaffe, passage, schulgalopp, seitengänge in allen gangarten und allen schulen, traversgalopppirouetten usw usw angeschaut. das war unbeschreiblich, macho ist mein held! der tut einfach alles für seinen reiter, sobald der merkt, was man will. das pferd ist unglaublich.... 25 ist der!

nach diesem tollen gefühl hatte ich dann auch noch stunde auf champi draussen auf der wiese, da ihm das offenbar viel mehr spass macht als in der halle. er war wiedermal super gelaunt und legte erst ein paar bocksprünge hin, hihi. er hat einfach toll mitgemacht, draussen spüre ich das mitschwingen wesentlich besser, was auch daran liegt, dass das gras hoch ist und er seine beine mehr heben muss. da er so gut drauf war, haben wir zwischendurch immer seine schwachstelle dazugenommen: den galopp! die ersten paar mal wurde er wieder überschwänglich und bockte etwas, danach habe ich es irgendwann tatsächlich geschafft, 3-4 schritte im galopp zu behalten. das ist für ihn sehr sehr viel, da A galopp schon immer seine hassgangart war, er B ausbildungsmässig dazu erst am anfang steht, und C durch den hufreheschub das trauma des schmerzes in den hufen hat. ich bin so stolz auf den kleinen, dass wir das gemeinsam geschafft haben auf beide seiten! und der galopp verbessert seinen trab spürbar, er hat dadurch mehr schwung.

am abend sind wir dann noch gotlands berühmte felsen anschauen gegangen, was auch seehr schön war.

Mittwoch, 2. September 2015

mittwoch schwingt weiter...

heute hatte ich wieder stunde mit champi. wir sind so in diesem schwingen thema drin, es lässt uns nicht mehr los ;-)

heute haben wir viel trabarbeit gemacht, da es dort für uns beide nochmal eins schwieriger ist als im schritt. champi ist die ersten paar male antraben wieder losgebuckelt, der schien sehr happy zu sein und sich an den gestrigen ausritt zu erinnern! haha das war so lustig.. und ich ohne sattel! bin sehr erstaunt, dass ich das sitzen kann! nachher hat er sich aber beruhigt und ist fleissig mit mir getrabt. die wenigen momente, in denen alles klappte, waren einfach soo toll! aber er braucht da wirklich noch sehr unterstützung. ich muss mich darauf achten, mein inneres bein gut ans pferd zu bringen, mit dem vorderen oberschenkelmuskel mehr als mit dem hinteren.

am nachmittag sind wir dann nach klimtehamn und haben die seele etwas baumeln lassen...

Dienstag, 1. September 2015

der schwingende dienstag

huch, wir sind nun wirklich nur noch am schwingen! das ist so faszinierend, wie man so spürt, dass man das pferd effektiv aus dem sitz heraus reitet, und aus dem sitz heraus biegt, und aus dem sitz heraus seitengänge reitet! und das sogar mit einem eher steifen pferd wie champi!

hanna hat mir heute in seiner stunde noch ein neues detail beigebracht: den bauch mitnehmen! so schwingt man während des innen runter schwingens den bauch leicht richtung inneres ohr nach vorne mit, um die schritte zu verlängern (vorstellung: man zieht das innere hinterbein mit dem bauch nach vorne mit), und macht die bewegung kleiner, um pferd zu versammeln. das gefühl hatte ich schon extrem auf vinceya mitgekriegt, und heut auf champi klappte es auch! so wird das pferd aus dem bauch raus geritten, was sich extrem toll anfühlt.

ist aber sehr schwierig, das alles zusammen zu machen: innen runter rüber, aussen rauf und da bleiben (d.h. innere hüfte hat wesentlich mehr bewegung als äussere),bauch nach vorne mitschwingen, stellung holen, stellung aussen wieder regulieren, damit dehnung am äusseren zügel da ist. schweisstreibend. und dann noch schulterherein und travers dazu! champi war nachher sehr müde.

am nachmittag durfte ich viviana reiten (lusitano stute). auch auf ihr arbeiteten wir am schwingen. ihr schwung im brustkorb ist definitiv sanfter aber auch kleiner als champis. da muss man sich achten, auf das jeweilige pferd einzugehen. da viviana schon etwas besser am sitz ausgebildet ist, klappten mit ihr auch die seitengänge tiptop.

achtung: ich darf nicht auf eine seite lehnen, und muss die schultern immer gerade lassen!!

so wechselten wir dann rasch zum carré. uff das war schon schwieriger...schwingen schwingen schwingen und step! und schwingen schwingen schwingen und step! und dann noch im schulterherein auf dem carré und travers! klappte aber erstaunlich gut, und viviana ist deutlich sensibler auf sitzhilfen. bei ihr ist dafür das suchen in die hand noch etwas schwieriger als bei champi.

hanna liess mich dann noch etwas alleine in der halle mit der aufgabe, all das im trab zu machen! im trab war aber nur schon das normale kreisreiten mit schwingen und seitengänge sehr schwierig für mich, sodass ich das carré bei seite liess.

am abend gingen dann bea, ebba und ich noch spontan etwas ausreiten. ich durfte champi mitnehmen. erst war ich etwas skeptisch, da er heute doch recht müde war. ich wurde aber schnell eines besseren belehrt. der war so happy draussen, richtig in seinem element! so zügig hab ich den noch nie laufen sehen. ein paar mal ist er mir sogar losgebuckelt, aber wirklich ernst nehmen kann man den nicht, haha! einfach nur ein freudiger, witziger kerl. ich sass es erstaunlich gut aus so sattellos.