Montag, 31. August 2015

wochenendkurs mit celina harich

dieses wochenende war trainerkollegin celina harich bei uns. ich hatte das glück, dass ich mit champi bei ihr mitreiten durfte!
es war sehr toll, mein persönliches highlight: celina ist die allererste lehrerin, die es endlich geschafft hat, mich fühlen zu lassen, wie es ist, wenn man eine hilfe für schulterherein oder travers nicht konstant gibt, sondern immer gibt und wieder loslässt, gibt und wieder loslässt. habe das schon so oft gehört, aber hatte es nie wirklich raus, wie ich das machen soll, in welchem moment uswm 

sie hat mir aber sowieso sehr viele tolle inputs gegeben:
1. mit dem brustkorb mitschwingen!
fühle zwischen dem sitz einen wasserball. wenn man auf der inneren seite mit dem oberschenkel nach unten aussen drückt, geht die äussere seite nach oben aussen weg. dort muss der oberschenkel dem ball unbedingt platz lassen! so schwingt man mit dem pferd schön mit und hilft dem brustkorb, nach oben aussen zu schwingen.
egal ob schulterherein oder travers oder oder, man schwingt IMMER mit und soll das auch so abspeichern!
es gibt pferde, die falsch gehen. anstatt dass sie die hüfte senken, wenn sie nach vorne greifen, kommt sie hoch. somit fühlt man das senken seiner hüfte bei diesen pferden im komplett falschen moment und darf dort ja nicht mitgehen! man muss immer kontrollieren, wann die innere hh abfusst, und dann nach unten schwingen mit seiner hüfte und den brustkorb so "zwingen", korrekt mitzuschwingen. man merkt sofort, wie der gang weicher wird!
man soll immer die idee haben, dass der brustkorb mehr nach aussen angehoben ist, als nach innen. so schwingt man nicht 50:50 auf beiden seiten nach unten, sondern wie new castle sagte: der innere steigbügel ist immer 5 inches länger! er ging davon aus, dass das pferd in der biegung immer mehr nach aussen oben schwingt und nicht komplett zurück. deswegen geht man als reiter auch nur minim in der schwingung aussen nach unten mit. speziell bei pferden, die die schwingung noch nicht korrekt machen, muss man die unterstützung aussen geben, indem man dort im moment des oben seins versucht, dort zu bleiben. so zeigt man dem pferd, da musst du hin. ein pferd, das korrekt schwingt, behält einem dort oben, weil es eben in der biegung nicht so intensiv zurückschwingt.
2. schulterproblem. ich muss meine schultern mehr mitdrehen, synchron zu jenen des pferdes. wenn es sich steif anfühlt, war es zu viel oder zu wenig oder das mitschwingen ging verloren. man kann auch die äussere nach vorne kreiseln und die innere nach hinten kreiseln lassen, das hilft. die idee ist, seine eigene schulter nur so weit zu drehen, wie seine hüften mitkommen können.
3. speckröllchen müssen aussen zu sehen sein. durch das mitschwingen kommt aussen in der taille immer ein bisschen sein speckröllchen hervor. in der reiterei ein muss!
4. biegung hat immer priorität! biegung geht somit vor schulternausgleich. d.h. habe ich die wahl zwischen (biegung + fallen auf einer schulter) oder (keine biegung/aussenbiegung + schulter ausgleichen) wähle ich ersteres. biegung geht vor alles. die schultern korrigiert man dann innerhalb der korrekten biegung.
hier noch meine notizen/gedankengänge aus dem unterricht der anderen:
-schulterherein/travers im stehen:
wenn das pferd auf eine schulter fällt, ist das ein symptom, dass die hinterbeine (=grund) nicht richtig arbeiten. sobald auch eines oder beide der vorderbeine sich vom boden weg bewegen, egal wie klein der schritt ist, ist das pferd auf diese schulter gefallen
-korrigiere die schulter wenn nötig, aber arbeite mit der hh. arbeite mit dem grund, nicht mit dem symptom.
-was man in der hand fühlt, ist vergangenheit. das, was der kopf macht, kam von der hh aus 2 steps vorher.
-wenn man das innnere hinterbein arbeitet, wird das pferd langsamer, und der kreis grösser! so wird beim SH der kreis tendenziell grösser, im travers tendentiell kleiner.
-das innere hinterbein kann nur vor kommen, wenn wir biegung haben.
-wir brauchen das innere hinterbein unter dem schwerpunkt
-wenn pferd geht, ist man schön mit der bewegung des inneren hinterbeines, im travers bleibt das mitgehen der inneren hh und man fügt die äussere hh einfach hinzu.
-wenn pferd etwas nicht macht, werde nicht sauer. sehe das pferd als schüler. du bist lehrer, pferd ist dein schüler. distanziere dich gefühlsmässig in dem moment. wenn du sauer wirst, arbeite das pferd nicht.
celina ist eine ganz tolle und liebe frau. es hat mich sehr gefreut, sie kennenzulernen. anschliessend an den kurs sind hanna, sie und ich noch picknicken gegangen, war mega toll!

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